Dr. Wolfang Merz zur Euroschuldenkrise

Dr. Wolfang Merz zur Euroschuldenkrise

Vortrag von Herrn Dr. Wolfang Merz, Referatsleiter Bundesfinanzministerium, zum Thema „Nach der Euroschuldenkrise die EU in der Krise: Ursachen und Lösungsansätze“ bei CMS Hasche Sigle, Berlin.

Wie kam es eigentlich zur gegenwärtigen Krise der EU? Was genau waren die einzelnen Stationen der Krise? Und welche Lösungsansätze gäbe es, um die EU noch zu retten? Darüber gab Dr. Wolfgang Merz Auskunft, Referatsleiter „Europäische Wirtschaftspolitik“ im Bundesministerium für Finanzen, selbst Alumnus und immer wieder ein gern gesehener Gast beim Alumni-Club Berlin-Brandenburg.
Gründe und gleichzeitig Symptome der Krise der EU waren vor allem die so genannte Finanzkrise ab 2008, die anhaltenden Querelen um die Griechenland-Rettung sowie die Ströme von Flüchtlingen und Asylbewerbern seit 2015. In einem temporeichen Vortrag gab Wolfgang Merz zunächst einen Einblick in die Ursachen und vielfältigen Folgen der Finanzkrise. Anschließend erläuterte er die wirtschaftspolitischen Reaktionen und die Versuche einer koordinierten europäischen Antwort in der Geld- und Finanzpolitik, insbesondere die Maßnahmen zur Stabilisierung des Euro.
Deutlich wurde allerdings, dass diese Stabilisierung buchstäblich teuer erkauft wurde und die Probleme keinesfalls substanziell behoben sind. Ähnliches gilt für die Asyl- und Migrationskrise seit 2015, bis heute sind hier keine wirklichen Lösungen gefunden. So gibt es zwar einige Szenarien zur Lösung der Probleme und für einen Fortbestand der EU, wirklich überzeugend allerdings sei davon bisher keins. Alle hätten große Nachteile.
Wolfgang Merz hielt nicht nur einen äußerst kompetenten Vortrag, sondern gab auch manchen Einblick hinter die Kulissen in Brüssel und ließ insbesondere in der anschließenden Diskussion immer wieder seine persönlichen Ansichten, zum Beispiel zur Rolle und Aufgabe der Medien, durchblicken.