“Lost Writings – of Molu Safelu”

Theateraufführung im Rahmen des Alumni-Meetings

“Lost Writings – of Molu Safelu”: Theateraufführung im Rahmen des Alumni-Meetings

„Lost Writings – of Molu Safelu“: Unter diesem mysteriösen Titel führt die studentische Theatergruppe „Arts liberated“ im Rahmen des 10. Alumni-Meetings ihre aktuelle Produktion auf. Ein Besuch der Proben erlaubte Einblicke in ein experimentelles Werk über Beziehungen und Zwischenmenschliches.

Die Gruppe „Arts liberated“ besteht zurzeit aus fünf kreativen Köpfen, die alle das Fach „Liberal Arts and Sciences“ am University College der Universität Freiburg studieren. Genau wie der Studiengang ist auch die Theatergruppe englischsprachig. Auch die Anfänge der Gruppe hängen mit diesem Studiengang zusammen: Im Jahr 2017 hatten zwei Studierende Lust, neben ihrem Studium im Theater aktiv zu werden und gründeten „Arts liberated“, das erste Stück wurde „An inspector calls.“ Lukas Kretzschmar schloss sich ihnen an, auch beim Nachfolgeprojekt „Lord of the flies“ war er im Regieteam beteiligt.
In diesem Semester probieren sie etwas Neues aus: Die aktuelle Produktion hat nur vier Schauspieler, es gibt keine Regie. Ihr Stück haben sie selbst geschrieben – jeder ein Viertel davon. Mitte April fand ein erstes Treffen statt, seitdem haben sie sich ihre Passagen gegenseitig vorgestellt und geprobt.
Nur die Thematik war vorgegeben: „Beziehungen“. Es sollte bei diesem Projekt um Konkretes gehen, um Themen, zu denen alle Beteiligten etwas sagen können und zu denen sie eine emotionale Bindung haben. Heraus kam „Lost Writings – of Molu Safelu“. Die vier Teile haben sich sehr gut zu einem vollständigen Stück zusammengefügt, für Lukas Kretzschmar keine Überraschung: „Wir sind auch außerhalb des Theaters sehr gut befreundet und haben unsere eigene Beziehung theatralisch verarbeitet, deshalb war es für mich keine Überraschung, dass alles so gut zusammenpasst.“
Und auch Moritz Pischel, den die vier Schauspieler sich als „objektiven Beobachter und Kritiker“ ins Boot geholt haben, bestätigt: „Man merkt, dass aus anderen Perspektiven über dasselbe Thema berichtet wird.“

Was werden die vier aber konkret auf die Bühne bringen? „Lost Writings – of Molu Safelu“ ist ein performatives Stück im Collagen-Format. Jeder der Schauspieler und jede Schauspielerin schlüpft in einzelnen Episoden in unterschiedliche Rollen, es geht um Zwischenmenschliches und Beziehungen, so aufgearbeitet, dass für jeden Zuschauer mindestens eine Situation dabei ist, die er oder sie nachfühlen kann.
Die Beziehung zu ihrem Publikum ist den vier dabei besonders wichtig. Sie möchten alle Beteiligten emotional involvieren und etwas in ihnen anstoßen. Deshalb ist es für sie auch besonders spannend, ihr Stück beim Alumni-Meeting zu spielen: „Beim Alumni-Meeting haben wir ein anderes Publikum, als wir es sonst gewohnt sind. Normalerweise kommen hauptsächlich Studierende zu unseren Stücken. Wir sind sehr gespannt, wie die Zuschauer das Stück auffassen werden.“
Hinter „Molu Safelu“, dem Titel des Stücks, verbergen sich übrigens die fünf Beteiligten: Moritz, Lukas, Sabine, Fenja und Lukas. Zu viel darf von uns über das Stück aber nicht verraten werden: „Wir finden es cool, wenn die Leute nicht wissen, was passieren wird. Es ist sowieso total schwer, es zu beschreiben – man muss es gesehen haben.“
Aufführung im Rahmen des Alumni-Meetings:
Freitag, 20. Juli, 20 Uhr
Aufführungen im Rahmen Freiburger Interessenverband des studentischen Theaters:
Am 29. Juni, 30. Juni und 1. Juli, jeweils um 20 Uhr im Hörsaal Fahnenbergplatz

Auch uniCROSS hat hier über “Lost Writings – of Molu Safelu” berichtet.